Losung und Lehrtext für Dienstag, 7. Februar 2012:
Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.
Psalm 93,4
Jesus stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich und es entstand eine große Stille.
Markus 4,39
Schlagworte: Ganzheit, Ganzheitsmedizin, Ganzheitliche Heilung, Gesundheit, Glaube, Person
Dr. Mike Sheldon: Nucleus – 2004
Das biomedizinische Modell der „Schulmedizin“ beruht auf einem wissenschaftlich- humanistischen Weltbild und ist darauf ausgerichtet, Abweichungen von Normwerten durch Medikamente oder chirurgische Maßnahmen zu korrigieren. Die Praxis zeigt jedoch, dass die in der Medizin nur wenig beachtete „Person“ des Kranken, seine Beziehungen, Ängste und Spiritualität, für die Prognose und Heilung von Krankheiten von zentraler Bedeutung sind.
Gesundheit ist mehr als nur physisches, mentales und soziales Wohlbefinden (WHO) und muss sich an der ganzen Person des Kranken orientieren. Der christliche Personenbegriff unterscheidet sich wesentlich vom humanistischen Menschenbild:
Dieser „Whole Person Approach“ wird in der „Whole Person Health Clinic“ des Autors nahe London angewandt, indem ein Team aus 3 Therapeuten (Arzt, Psychologe, Seelsorger) die körperlichen, seelischen und geistigen Aspekte der Gesundheit und Krankheit des Patienten gemeinsam berücksichtigt.
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Dr. Roland McCallum: Nucleus – 1994
„Heilung“ bedeutet im Alten Testament körperliche, seelische, soziale und spirituelle Heilung des Menschen. „Gesundheit“ ist damit ein Zustand der Ganzheit und der Erfüllung von Gottes Plan in allen Lebensbereichen. Heilung kann durch Selbstheilungskraft, Immunsystem, Naturheilmittel, Arzneimittel und die Erlösung durch Jesus Christus erfolgen, der uns von Sünden befreit, unsere Beziehung zu Gott und Menschen in Ordnung bringt und unsere Seelen mit Frieden erfüllt.
Gott hat nie versprochen, alle Menschen gesund zu machen, sondern auf den Tag verwiesen, an dem wir einen „neuen Körper“ erhalten. Trotz der Wunderheilungen im Neuen Testament waren auch Paulus, Epaphroditus, Timotheus und Trophimus nicht gesund. Daher können wir nicht erwarten, dass alle Menschen körperlich gesund werden und sollten, wenn wir um Heilung beten, dem Beispiel Jesu im Garten Gethsemane folgen: heile, wenn dies dein Wille ist. Denn Gott verwendet Krankheit und Leid, um uns an unsere endgültige Bestimmung zu erinnern und bereit zu machen, wie Jesus durch Leid zur Herrlichkeit zu gelangen.
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Dr. Dan Fountain: Nucleus – 1999
Glaube und Heilung sind ein zusammengehörendes Ganzes – das Wort „yeshuwah“ (Hebräisch) bedeutet Rettung und Gesundheit zugleich. Durch die Wissenschaften wurde jedoch die „Person“ des Heilsuchenden fragmentiert: körperliche Krankheiten behandelt die Medizin, bei psychischen Störungen ist der Psychologe zuständig und bei spirituellen Problemen hilft der Priester.
Der Ganzheitsbegriff der Bibel zeigt, dass wir einen physischen Organismus haben, der vom Geist erfüllt wird. Und auch die Wissenschaft erkennt, dass Gedanken, Gefühle, Emotionen und Stress negative Auswirkungen auf das Immunsystem haben und Glaube, Gebet und Religiosität positiv auf Gesundheit und Heilung wirken.
Der Autor berichtet aus dem Kongo, in dem 20 Krankenhäuser diesen medizinisch-pastoralen Zugang praktizieren und wie durch persönliche Beziehung zu Jesus Christus seelisch-geistige Wunden und auch körperliche Krankheiten heilen.
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