Die Schnittstelle zwischen Glaube und Medizin

Themengebiet Euthanasie

Euthanasie 2000 – nach dem Fall Shipman

Dr. Peter Saunders: Nucleus - 2000

Der Fall Harold Shipman hat die ganze englische Nation schockiert – wie konnte ein Arzt, dem seine Patienten vertrauten, bis zu 170 von ihnen töten ohne daß Verdacht geschöpft wurde? Es ist in diesem Zusammenhang äußerst wichtig, daß man sich vor Augen führt, welch privilegierte Position Ärzte innehaben und damit auch eine Verpflichtung, einen Schutz gegen den Mißbrauch solcher Macht einzurichten.
Shipman wurde des Mordes verurteilt und es blieb kein Zweifel, daß er bösartig gehandelt hat. Er genoß die Macht, die er über seine Patienten besaß. Aber was wäre, wenn er behauptet hätte, nur im Interesse und im Auftrag der Patienten gehandelt zu haben? Was, wenn er behauptet hätte, daß es ihm eigentlich um Euthanasie gegangen sei?
In diesem Beitrag werde ich die aktuelle Debatte und rezente Entwicklungen zusammenfassen, das Gesetz und die Codices medizinischer Ethik – um dann darauf einzugehen, was die Bibel dazu sagt. Ich werde die jeweiligen Hauptargumente besprechen und zu skizzieren versuchen, wie Euthanasie künftig quasi durch die Hintertüre Einzug in die ärztliche Praxis halten könnte.
Zum Anschluß möchte ich einige praktische Vorschläge einbringen, wie man als christlicher Arzt mit dieser Entwicklung umgehen kann. >PDF


Christ-Sein in der Palliativmedizin

Jeff Stephenson: Nucleus - 2004

Christen jeder Generation wurden und werden durch die Arbeit mit Mittellosen und Sterbenden stark geprägt. Dame Cicely Saunders gilt vielen als Begründerin der modernen Hospizbewegung durch die Eröffnung des St. Christopher-Hospizes 1967 in London. Sie und viele andere am Anfang und während des Ausbaus der Hospiz-Einrichtungen waren engagierte Christen. Ihr Ziel war und ist es, alle Bedürftigen willkommen zu heißen und dadurch der Liebe Gottes Ausdruck zu verleihen. >PDF


Abtreibung und Euthanasie — Teil I

Dr. Peter Saunders

Das Interesse an Euthanasie steigt seit den 90er Jahren in Großbritannien, in den Niederlanden schon 10 Jahre früher. Dort ist aktive Euthanasie erlaubt und führt zu zahlreichen Todesfällen, auch ohne Einwilligung des Patienten.
Kurzer Ausblick in die Geschichte der NS-Zeit: Der Psychiater Leo Alexander beschreibt die allmähliche Wandlung der Betonung in der Grundhaltung der Ärzte, die schließlich zum Holocaust führte.
Abtreibung: wurde in kleinem Rahmen immer durchgeführt, jedoch ist sie erst im 20.JH zum Massenphänomen geworden.
Als erste legalisierte die Sowjetunion 1920 die Abtreibung, gefolgt von Skandinavien, Asien und Westeuropa. Muslimische Länder waren dagegen.
Großbritannien liberalisierte die Abtreibungsgesetzte 1967. Dies führte zu einem dramatischen Anstieg in der 2. Hälfte des 20Jh.
1970 Declaration von Oslo: Ärzte können Abtreibungen durchführen, wenn es ihre persönliche Überzeugung und ihr Gewissen zulassen. Erdrutsch in der medizinischen Ethik.
Laut Lehre der Bibel ist jede absichtliche Tötung eines unschuldigen Menschen falsch. Es gibt keinen Wertunterschied zwischen Leben vor und nach der Geburt. >PDF


Abtreibung und Euthanasie — Teil 2

Dr. Peter Saunders

Peter Saunders führt 8 Gründe an, warum selbstbestimmte Euthanasie nicht legalisiert werden soll:

  1. Sie ist nicht nötig, weil es eine wirksame Behandlung gibt.
  2. Bitten um Euthanasie sind selten freiwillig.
  3. Selbstbestimmte Euthanasie verweigert den Patienten das letzte Stadium des Wachstums.
  4. Sie verhindert den medizinischen Fortschritt in der Palliativmedizin.
  5. Schwierige Einzelfälle führen zu schlechten Gesetzen.
  6. Autonomie ist wichtig, aber nie absolut.
  7. Freiwillige Euthanasie gibt den Ärzten zu viel Macht
  8. Sie führt unvermeidlich zu unfreiwilliger Euthanasie.

Zur Frage der Abtreibung werden folgende Fragen ausführlich beantwortet:

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