Losung und Lehrtext für Samstag, 4. September 2010:
Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und lasse dir Feierkleider anziehen.
Sacharja 3,4
Seht die Lilien an, wie sie wachsen: sie spinnen nicht, sie weben nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleingläubigen!
Lukas 12,27-28
The Envitable Ethical Quagmire of Human Genetic Engineering Dr. Ray Bohlin
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Dr. John Patrick: Nucleus - 2003
Für die meisten Menschen ist Hippokrates eine Figur aus grauer Vorzeit, die irgendwie verbunden scheint mit Medizin und praktischer Ethik. Es verleiht einem eine gewisse Beruhigung, wenn man weiß, daß Ärzte beim Abschluß ihrer Ausbildung den hippokratischen Eid geleistet haben. Tatsache aber ist, daß nur sehr wenige den Eid in seiner ursprünglichen Form leisten; einige verwenden eine überarbeitete Version, die nur mehr den Namen führt, aber ohne eigentlichen Inhalt ist. Viele wollen gar keine Verpflichtung auf strenge ethische Richtlinien mehr eingehen. Es gibt Bioethiker, die meinen, daß dieser Eid in unserer Gesellschaft nicht mehr relevant ist.
Ich gehe in meinem Beitrag nicht auf den historischen Hippokrates ein, zumal seine wirkliche Existenz noch Gegenstand von Diskussionen ist. Meine Ziele sind mehr theologisch-philosophisch als historisch.
Etwa 98% der amerikanischen und 50 % der britischen Medizinstudenten leisten einen Eid, entweder am Anfang des Studiums oder zum Abschluß. Aber nur sehr selten enthält dieser Eid alle ursprünglichen Merkmale.
Es soll gezeigt werden, daß der hippokratische Eid heute mehr oder weniger nur mehr als Etikette verwendet wird, um die Öffentlichkeit nicht zu verunsichern. In Wahrheit aber sind die ursprünglichen Inhalte verloren gegangen.
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